Caroline de la Motte Fouqué (1775-1831) war eine der produktivsten Schriftstellerinnen ihrer Zeit. Sie veröffentlichte über zwanzig Romane sowie eine Vielzahl von Erzählungen und wichtige theoretische Schriften. Die vierbändige Auswahlausgabe zum Werk von Caroline Fouqué eröffnet die Möglichkeit einer vorurteilsfreien Auseinandersetzung mit der zu Unrecht fast vergessenen Autorin, indem sie einige ihrer heute nur schwer zugänglichen Texte im Nachdruck der Öffentlichkeit wieder präsentiert.
Fouqués Schreiben ist einerseits geprägt von gesellschaftlichen Zwängen und geistiger Selbstzensur, andererseits von praktizierter Grenzüberscheitung im persönlichen wie geschriebenen Leben. Besonders deutlich wird dies an ihren Schriften zur Stellung der Frau in der Gesellschaft, zu ihrer Erziehung und Bildung, von denen drei der wichtigsten zum Abschluss der Werkausgabe nun vorliegen. Sie offenbaren die Widersprüchlichkeit, die Hemmungen und gleichzeitig die Energie, mit der gebildete Frauen wie Caroline de la Motte Fouqué ihre Chance auf Emanzipation zu Beginn des 19. Jahrhunderts wahrnahmen.
Caroline de la Motte Fouqué (1775-1831) was one of the most prolific authors of her time. She published more than twenty novels as well as a number of short stories and important theoretical works. The publication of a four-volume selection from Caroline Fouqués work provides the opportunity for an unprejudiced encounter with this unjustly neglected writer by re-publishing works which are scarcely available today.
Fouqués writing is characterised on the one hand by social constraints and intellectual self-censorship and on the other by her actual transgression of boundaries in both her personal life and her written work. This is particularly obvious in her writings on a womans place in society, upbringing and education. Three of the most important of these are reprinted at the end of this edition. They illustrate contradictions and inhibitions but also the energy with which educated women such as Caroline de la Motte Fouqué took advantage of their opportunities for emancipation in the early 19th century.
"Das sind für die Zeit originelle Wendungen und Gedankengänge, die sicher nicht nur für GeschlechterforscherInnen von ideengeschichtlichem Interesse sind. Sie nun leichter zugänglich gemacht zu haben, darf sich der Olms Verlag als Verdienst anrechnen." (aus: www.literaturkritik.de, Nr. 2, Febr. 2006, von Rolf Löchel)