Johann Amos Comenius
Ausgewählte Werke
Band 5: De Regula Fidei Iudicium duplex.
Amsterdam 1658. Reprint: Hildesheim 2003. Herausgegeben und eingeleitet von Hans-Joachim Müller.
XXXIV/648 S.
Leinen
ISBN: 978-3-487-11593-1 148,00 EUR
  
"Es bleibt (…) dem Herausgeber zu danken, dass er diese Quellen allgemein zugänglich gemacht und damit Gelegenheit zu vielfacher weiterer Forschung gegeben hat (…) Für die persönliche Lebensgeschichte des Comenius, für seine Zeitgeschichte, für die Vorgeschichte und Entwicklung seines konsultatorischen Denkens hat Hans-Joachim Müller jedenfalls äußerst wertvolle Dokumente vorgelegt." (Uwe Voigt, Comenius-Jahrbuch 18/2010)

Die Schriftensammlung „De Regula Fidei Judicium duplex“ von Johann Amos Comenius (1592-1670) stellt für die Theologie und die Entwicklung des politischen Denkens des mährischen Pädagogen und Philosophen ein einzigartiges Quellenkorpus dar. Ihr Einfluss auf sein Hauptwerk „De rerum humanarum emendatione Consultatio Catholica“ kann mit Hilfe dieses Nachdrucks neu bewertet werden. Gleichzeitig beleuchten die Schriften auch die Vorgeschichte des 1645 im polnischen Thorn abgehaltenen Religionsgesprächs, des Colloquium Charitativum. Comenius leistete auf unterschiedlichen politischen Ebenen mit diesen Schriften einen bislang noch kaum beachteten praktischen wie auch theoretischen Beitrag zum Zustandekommen des letzten großen interkonfessionellen Religionsgesprächs.

The collection „De Regula Fidei Judicium duplex“ by Johann Amos Comenius (1592-1670) represents a unique body of source material on the Moravian pedagogue and philosopher’s theology and the development of his political thought. Its influence on his major work, „De rerum humanarum emendatione Consultatio Catholica“ can be re-evaluated with the help of this reprint. In addition, these works shed light on the historical background to the religious debate held at Thorn in Poland in 1645, the Colloquium Charitativum. With the writings in this collection Comenius succeeded on various political levels in providing a practical and theoretical contribution, hardly recognised until now, to the development of the last great inter-confessional religious debate.