Arabische Quellenbeiträge zur Geschichte der Kreuzzüge
Band 1 (mehr nicht erschienen): Zur Geschichte Salah ad dins. Übersetzt und herausgegeben von E.P. Goergens.
Berlin 1879. Reprint: Hildesheim 2004.
XXIII/296 S.
Leinen
Series: DOCUMENTA ARABICA, TEIL 2: ETHNOLOGIE - LITERATUR - KULTURGESCHICHTE
ISBN: 978-3-487-12607-4 39,80 EUR
  
Im Mittelpunkt dieses Buches steht Saladin, der als Sultan von Ägypten und Syrien im 12. Jahrhundert zu den mächtigsten Herrschern seiner Zeit zählte. Ruhm erlangte er durch die Eroberung Jerusalems im Jahre 1187, mit der er die jahrzehntelange Herrschaft der Christen in dieser Stadt beendete. Aufgrund seiner kriegerischen Erfolge, aber insbesondere wegen seines Edelmutes genoß Saladin bei Freund und Feind hohe Achtung und blieb zu allen Zeiten ein Vorbild nicht nur für Muslime. In seinem Drama „Nathan der Weise“ setzte G. E. Lessing Saladin später ein literarisches Denkmal.
Autor dieser Biographie ist Abu Sama, einer der bedeutendsten muslimischen Chronisten des 13. Jahrhunderts, der von seinen Zeitgenossen „als Orakel der Mitwelt, Dolmetscher der Tradition, der in den mannigfachsten Wissenschaften Bewanderte, der Phönix seiner Zeit, das Wunder seines Jahrhunderts“ bezeichnet wurde. Der Übersetzer dieser Buchausgabe, E.P. Goergens, hat aus der großen Biographie Abu Samas eine Auslese des für die Geschichte der Kreuzzüge wichtigen Stoffes getroffen. Da die letzten Lebensjahre des Sultans fast ausschließlich in den Kämpfen gegen die Christen aufgingen, fällt die Übersetzung des zweiten Teils seiner Biographie vielfach mit einer genauen Übertragung der geschichtlichen Daten zusammen.

The central figure in this book is Saladin, the 12th-century sultan of Egypt and Syria who was among the most powerful rulers of his day. He won fame with his conquest of Jerusalem in 1187, ending decades of Christian rule in the city. On the basis of his successes in war, but more particularly on account of his nobility, Saladin enjoyed high esteem from both friends and foes and has remained a role model not only for Muslims. In his play Nathan der Weise the dramatist G.E. Lessing later created a literary monument to Saladin.
The author of this biography was Abu Sama, one of the most important Muslim chroniclers of the 13th century, described by his contemporaries as, “the oracle of his fellow men, the interpreter of tradition, well-versed in the most varied sciences, the phoenix of his age, the wonder of his century.” The translator of this edition has made a selection of the most important material for the history of the Crusades from Abu Sama’s great biography. Since Saladin’s later years were almost entirely spent in battle against the Christians, the translation of the second part of his biography largely coincides with an exact rendering of the historical facts.