"O dürft ich Stimme sein, das Volk zu rütteln!" - Leben und Werk von Karl Wolfskehl (1869-1948)
Herausgegeben von Elke-Vera Kotowski und Gert Mattenklott.
2007.
254 S. mit 28 Abb.
Leinen mit Schutzumschlag
Series: HASKALA - WISSENSCHAFTLICHE ABHANDLUNGEN Band 33
ISBN: 978-3-487-13303-4 48,00 EUR
  
"Antiquaren sollten die Aufsätze von Thimann und Kilcher zur Pflichtlektüre werden (…)."
( Markus Brandis, Aus dem Antiquariat NF6, 2008, Nr. 1 )

Der Dichter, Essayist und Briefautor, der Sammler, Herausgeber und Übersetzer Karl Wolfskehl (1869-1948) verkörpert wie kaum ein anderer seiner Generation die deutsch-jüdische Symbiose in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Als „jüdisch, römisch, deutsch zugleich“ hat sich Wolfskehl - unter Einbeziehung der abendländischen Tradition - selbst bezeichnet, und dieser Charakterisierung entsprachen sein Selbstverständnis wie gewichtige Teile seines literarischen Werkes, zumal in der Emigration, die für ihn unmittelbar nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten im Frühjahr 1933 begann. Daneben kann Wolfskehl aber auch als Repräsentant des deutschen Bürgertums und der Intellektuellen in der beginnenden Moderne gelten: mit seiner umfassenden Bildung, seinem intellektuellen Netzwerk und der ,Verkörperung des Typus‘ des Privatgelehrten.

Unter dem Titel „O dürft ich Stimme sein, das Volk zu rütteln!“ - Leben und Werk von Karl Wolfskehl (1869-1948) widmen sich dreizehn Beiträge dem Leben und Werk sowie der Wirkungsgeschichte Karl Wolfskehls. Zusammengefaßt ergeben diese eine umfassende Darstellung der Lebens-, Werk- und Wirkungsgeschichte Wolfskehls unter Berücksichtigung verschiedener Disziplinen wie Germanistik, Geschichte, Kunstgeschichte, Jüdische Studien und Philosophie.

The poet, essayist, letter-writer, collector, editor and translator Karl Wolfskehl (1869-1948) embodies like none of his other contemporaries the German-Jewish symbiosis in the first half of the 20th century. Wolfskehl described himself - calling on the western tradition - as ‘Jewish, German and Roman at the same time’, and both his own self-perception and major parts of his literary work, even following his emigration from Germany which began immediately after the Nazi seizure of power in early 1933. But Wolfskehl can also be seen as a representative of the German bourgeoisie and of the intellectual in the early years of Modernism with his wide-ranging knowledge, his intellectual network and his ‘embodiment of the type’ of the private intellectual.

Under the title “O dürft’ ich Stimme sein, das Volk zu rütteln!” - Leben und Werk von Karl Wolfskehl (1869-1948) are collected thirteen essays on Wolfskehl’s life, work and influence. Together they create a rounded portrait of these aspects of Wolfskehl from the perspectives German studies, history, art history, Jewish studies and philosophy.