Leopold von Sacher-Masoch
"Der Dalles des roten Pfeffermanns" - Ghetto- und Judengeschichten aus Galizien
Neu zusammengestellt, herausgegeben und mit einem Vorwort versehen von Adolf Opel.
2013.
ca. 416 S.
Broschur
In Vorbereitung / In preparation!

Das Werk enthält:

Pintschew und Mintschew
Abe Nahum Wasserkrug
Moses Goldfarb und sein Haus,
Von Fenster zu Fenster. Eine jüdische Idylle
Malach Schneefuß und sein Golem
Des Rabbi Wunderspiegel
Ein Aufgeklärter
Die Venus von Braniza
Der Scheidebrief
Der Handel um den Namen
Cipre Goldfinger
Schma Israel! Eine Geschichte aus Galizien
Der Dalles des roten Pfeffermanns
Der taube Jankel
Der Prostek
a. Anfr.
  
Die Welt des Ostens hat Sacher-Masoch wie kein Zweiter gekannt und zu beschreiben gewusst. Vor allem seine Ghetto- und Judengeschichten aus Galizien - seit ihrem ersten Erscheinen in den Siebziger- und Achtzigerjahren des 19. Jahrhunderts nicht mehr neu aufgelegt und nicht zuletzt durch die Bücherverbrennungen der Nationalsozialisten in unseren Bibliotheken kaum mehr greifbar - bedeuten ein Stück Kulturgeschichte von hohem Rang, sie erwecken eine längst versunkene Welt mit all ihren Farben zu pulsierendem Leben.
Umso bedauerlicher, dass der Name Sacher-Masoch in unserer Zeit nur noch in der Nomenklatur der Psychiatrie als Namensgeber des „Masochismus“ präsent ist.
Sein literarischer Rang wurde von Zeitgenossen wie Victor Hugo, Emile Zola, Guy de Maupassant und Henrik Ibsen gewürdigt, französische Kritiker billigten ihm den Rang eines „deutschen Turgeniew“ zu.
Sacher-Masoch war ein Bahnbrecher des Naturalismus in der Lite¬ratur und hat vieles vorweggenommen, was der psychologische Roman des 20. Jahrhunderts erst lange nach ihm formuliert hat.