Georg Engelhard LÖHNEYSEN
Della Cavalleria
Gruendtlicher Bericht von allem, was zu der Reutterei gehoerig und einem Cavallier davon zu wissen geburt. 2 Tle. in 1 Band.
Remlingen 1609-10. Reprint: Hildesheim 1977.
VI/768 S. mit insgesamt 332 meist ganzseitigen oder doppelblattgroßen Kupfertafeln und Holzschnitten
Series: DOCUMENTA HIPPOLOGICA
Vergriffen. Neuaufl. geplant! / Out of print. New ed. in preparation!
Publisher: Olms Presse
ISBN: 978-3-487-08088-8 198,00 EUR
  
Zusatzinformation
Kurzbeschreibung
Löhneysens „Della Cavalleria“ (1609) ist ein pferdekundliches Monumentalwerk; nach Wrangels „Buch vom Pferde“ (6. Aufl. 1927) die umfangreichste hippologische Schrift neben Pluvinel (1670) und Newcastle (1700). Als echtes Barockwerk ist es mit über 300 großartigen Holzschnitten und Kupfern reich bebildert, zur Hälfte ungefähr mit ganz- und doppelseitige fesselnde Darstellungen von Turnierszenen, Stallanlagen, Pferderassen, Zäumungsarten u. a.
„Löhneysen war seinerzeit in ganz Deutschland bekannt. Lt. Jähns war seine Cavalleria eines der mächtigsten Bücher, die im 16. Jahrhundert gedruckt wurden. Kapitelweise werden die Pferdekunde und Pferdepflege, Remontereiten und fortgeschrittenes Reiten, Pferdeuntugenden und deren Bekämpfung, Krankheitslehre und Rossarznei beschrieben.
Hier zeigt sich recht anschaulich, wie noch der große Federigo Griso (1520) hineinstrahlt in das reiterliche Wirken Europas, wie aber doch schon die geschmeidigere Form des Sitzes geboren wird und das Bestreben, des Pferdes eigene Natur gelten zu lassen. Hier wird auch der Übergang sichtbar vom Kriegsreiten im ritterlichen Zweikampf über das Turnierreiten, auch Ringreiten genannt, zur Hohen Schule der Reitkunst. Die vielen prächtigen Illustrationen stehen weit über dem Bilderschmuck der übrigen Reitbücher jener Zeit.“ (B. Schirg)